Straßenerhaltungsbauweisen

Ziel der Straßenerhaltung und im Besonderen der baulichen Erhaltung ist es, Verkehrsflächen in Substanz und Gebrauchswert sowie Verkehrssicherheit zu erhalten und zu verbessern.

Dazu ist größter Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit zu legen.

Die Mitglieder unseres Verbandes erbringen Leistungen der Straßenerhaltung oder liefern die entsprechenden Materialien für solche Maßnahmen.

Zur baulichen Erhaltung zählen gemäß den ZTV BEA-StB 09/13 die Instandhaltung, Instandsetzung und Erneuerung von Befestigungen. Die Instandhaltung umfasst bauliche Maßnahmen kleineren Umfanges zur Substanzerhaltung mit geringem Aufwand wie Beseitigen von Schlaglöchern, partielle Oberflächenbehandlung einzelner Schadstellen (Anspritzen und Abstreuen), Schadstellenbeseitigung im Patchverfahren, Verguss von Fugen und Einzelrissen, und das Aufbringen von bitumenhaltigen Schlämmen und Porenfüllmassen.

Maßnahmen der Instandsetzung sind vollflächig und weiterführender als die Instandhaltung. Durch sie werden Oberflächeneigenschaften verbessert oder wieder hergestellt, die Lebensdauer und der Gebrauchswert von Verkehrsflächen deutlich erhöht.

Das am meisten angewendete Verfahren der Instandsetzung mit größtem Preis/Leistungsverhältnis ist die Oberflächenbehandlung in ihren verschiedenen Bauarten. Sie kommt auf Verkehrsflächen der Belastungklassen 1,8 bis 0,3 und bei entsprechenden Rahmenbedingungen bis Belastungsklasse 3,2 zum Einsatz.

 

Die Erneuerung von Befestigungen soll erst bei hohem Verschleiß der Substanz, wenn Maßnahmen der Instandsetzung nicht mehr nachhaltig greifen, geplant werden.