Offene Risse und Nähte in Asphalt-Belägen

 


Oft stehen unsere Auftraggeber vor dem Problem, dass die Asphaltdeckschichten offene Risse und Fugen aufweisen. Die Ursachen liegen häufig in der mangelnden Tragfähigkeit des Unterbaus oder in offenen Mittelnähten.

Hier bieten sich zwei  Sanierungsverfahren an:
bei Rissbreiten bis zu 5 mm kommt das HPS Verfahren zum Einsatz, hierbei werden die Risse mittles heißer Druckluft gesäubert, getrocknet und das Bitumen an den Rissflanken aktiviert. Im Anschluss wird der so vorbereitete Riss mit einer bituminösen Vergussmasse verschlossen.
Hierbei gibt es ebenfalls zwei Varianten, entweder wird die Vergussmasse mittels einer Lanze in den Riss eingebracht oder mit einem Ziehschuh eingebaut. Bei dem Ziehschuh haben sich Modelle mit einer Breite von 6 cm am Markt durchgesetzt. Bei der Bauweise mit dem Ziehschuh sollte die Vergussmasse mit einem Edelsplitt abgestreut werden, um eine bessere Anfangsrauigkeit zu erreichen.

Bei Rissbreiten ab 5 mm sollte der Riss mittels einer Fingerfräse aufgeweitet werden, im Anschluss muss die vorbereitete Fuge gereinigt werden. Hierzu eignen sich ebenfalls die heiße Druckluft oder eine spezielle Fugenbürste. Die gereinigte Fuge wird mit einem Primer vorbehandelt und im Anschluss mit einer bituminösen Vergussmasse verschlossen.

Das Sanierungsverfahren eignet sich auch für Betondecken, hierbei kommen allerdings andere Frässcheiben zum Einsatz, da Beton der deutlich härtere Baustoff ist.

 

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